Von Jonas Herlin

ISBN 978-3-7341-0189-2

 

Inhaltsangabe:

Nichts kann diese Wikingerflotte aufhalten – außer der Kampf zweier Brüder um die Anführerschaft.

Die Langbootflotte des Wikingerfürsten Grimr Schädelspalter befindet sich auf dem Rhein mitten im Reich der Franken, als er nach einer Schlacht an seinen Wunden stirbt. Für seinen Sohn Olav ist klar, dass er nun die Führung der Flotte übernimmt. Doch sein Bruder Thorbrand greift ebenfalls nach der Macht. Plötzlich sind die Nordmänner in zwei Lager gespalten und können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen, während sich ein Heer der Franken nähert. Was als gewinnbringendes Abenteuer begann, endet in einem gewaltigen Kampf. Dem einen bringt er Ruhm, dem anderen den Tod.

 

Persönliche Meinung:

Ein gutes dreiviertel des Buches habe ich mich wie ein passiver Beobachter der Geschichte gefühlt und habe weder mit gefiebert, noch hat mich der Inhalt komplett gefesselt. Trotzdem habe ich das Buch innerhalb von drei Tagen durchgelesen und bin zum Schluss positiv überrascht worden.

Das Buch ist in einer angenehmen und leicht verständlichen Sprache geschrieben. Außerdem wirkten die Historischen Hintergründe gut recherchiert, was im Nachwort durch eine kurze Erläuterung der tatsächlichen historischen Ereignisse bestätigt wurde. Der Autor hat auf Ausschmückungen und Beschönigungen verzichtet und stattdessen eine klare, strukturierte Schreibweise gewählt.

Hingegen meiner anfänglichen Befürchtung (hauptsächlich durch andere Rezensionen), dass die Geschichte vorhersehbar wäre, taten sich, für mich, unvorhersehbare Wendungen, sowie ein unvorhersehbares Ende auf.

Als totaler „Frischling“ in der Welt der Wikingergeschichten, wurde ich mit diesem Buch gut in die Welt und die Bräuche der Wikinger eingeführt. Beschreibungen und Erklärungen wurden in der Erzählung geschickt mit eingefügt, sodass Vorkenntnisse nicht nötig sind.

Ein Negativer Punkt ist für mich, das die Hauptcharaktere zu einseitig beschrieben werden und ich mich somit nicht richtig in die Figuren und somit auch in die Geschichte hineinversetzen konnte, was mir wie oben bereits erwähnt das Gefühl des passiven Beobachters verliehen hat.

Schlussendlich würde ich das Werk als gelungen und gut durchdacht bezeichnen, wenn auch das Spannungslevel trotz der überraschenden Wendungen relativ niedrig geblieben ist.