von Lynn Weingarten

Inhaltsangabe:

Sie sucht die Wahrheit – doch die Wahrheit kann grausam sein …

Ellie sucht ihre Schwester Nina – und das schon seit zwei Jahren. Nina ist eines Tages plötzlich verschwunden. Die Polizei glaubt, das wilde Mädchen ist weggelaufen. Doch Ellie ist felsenfest überzeugt: Nina ist etwas passiert. Da trifft Ellie den attraktiven Sean – sogleich spürt sie eine tiefe Verbindung, denn auch Sean hat einen Bruder verloren. Gemeinsam machen sich Ellie und Sean mit dem Auto auf die Suche, immer auf den Spuren Ninas. Bald glaubt sich Ellie nah am Ziel, da erfährt sie die schockierende Wahrheit …

 Persönliche Meinung:

Mottentanz ist für mich ein von außen und innen ansprechendes Buch. Durch das Cover und den Titel wurde mein Interesse und meine Aufmerksamkeit geweckt, doch jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, frage ich mich woher dieser Titel kommt, da im Inhalt des Buches nichts darauf hin weist oder eine Verbindung dazu aufgebaut wird.

Während den ersten Kapiteln, in denen es hauptsächlich darum geht die 16-jährige Elli und ihr Umfeld kennen zu lernen habe ich mich beim Lesen teilweise etwas gelangweilt und darauf gewartet, dass endlich die eigentliche Geschichte beginnt. Dafür waren  hauptsächlich die relativ kurzen und kindlich wirkenden Sätze verantwortlich. Doch auch wenn diese mich anfangs noch ziemlich gestört haben, sind sie mir nach einigen Kapiteln kaum mehr aufgefallen und wurden meinem Gefühl nach auch länger und der gesamte Text flüssiger.

Schlussendlich gibt dieser auffallende  Schreibstil dem Buch allerdings auch eine besondere Note mit Wiedererkennungswert.

Abgesehen davon, kann man sich durch selbst ironische und teils auch amüsante Kommentare von Elli und/oder ihren engsten Freunden ein gutes Bild der Figuren machen. Auch bleiben einem die manchmal etwas merkwürdigen und detaillierten Personenbeschreibungen recht gut im Gedächtnis, sodass man sich in der Geschichte schnell zurecht findet und nicht erst durch das Gedächtnislabyrinth durch muss um sich eventuell an eine kurz erwähnte Person zu erinnern.

Die Gefühle und Gedanken von Elli werden auf eine Weise vermittelt, die irgendwie einzigartig und gleichzeitig auch so alltäglich ist, dass man sich leicht in die Situation hinein denken kann. Die Betonung liegt hierbei auf hineindenken, da ich mich nicht richtig hinein fühlen oder  mich mit Elli identifizieren konnte.

Was mir wirklich sehr gut gefallen hat und was dem Werk von Lynn Weingarten einen besonderen Reiz gibt, ist, das die Zeichnungen ihrer kreativen und verschollenen Schwester Nina, bildlich dargestellt werden und man somit auch die Hinweise die Elli auf ihrem Weg entdeckt vor sich hat und nicht nur schwarz-weiße Worte auf Papier sind.

Inhaltlich ist die Geschichte in einigen Punkten vorausschaubar, in anderen wurde ich komplett gegen meine „Vorhersage“ überrascht.

Die Spannung hat leider etwas länger als gedacht auf sich warten lassen, was ich letztendlich aber auch nicht besonders schlimm fand.

 

Fazit:

Mottentanz würde ich weiter empfehlen, da es eine angenehme und unterhaltsame Lektüre ist, die eine eigene und irgendwie andere Art hat den Leser mitzunehmen. Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, da mir die Geschichte und vor allem die Art diese zu präsentieren neu war. Es ist meiner Meinung nach kein klassischer Thriller, sondern eher eine Jugendgeschichte mit einem Hauch Thriller.

 

Buchinformationen:

Originaltitel: Wherever Nina lies

Originalverlag: Scholastic Us

Aus dem Amerikanischen von Violeta Topalova

DEUTSCHE ERSTAUSGABE Ab 14 Jahren Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 12,5 x 18,3 cm

ISBN: 978-3-570-30741-0 € 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 15,50

 

 

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