Klappentext:

Drei starke Frauen, zwei Fälle schweren Liebeskummers und ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Asheville in North Carolina: Ruth Ann hat es nicht leicht – kaum sind alle Kinder aus dem Haus, geht der ganze Trubel von vorne los: Ashley, ihre jüngste und wildeste Tochter, steht schwanger und mit Sack und Pack wieder vor der Tür. Trost und Zuspruch allein sind in ihrer Situation nicht genug, spürt Ruth Ann – Ashley braucht neuen Halt im Leben, viel Verständnis und eine Mutter mit guten Nerven. Als dann auch noch Ruth Anns alte Mutter Marvelle bei ihr einzieht, ist das Chaos perfekt. Denn die unfreiwillige Wohngemeinschaft setzt sich nicht nur aus drei Generationen starker Frauen zusammen, sondern vor allem aus drei Generationen dickköpfiger Frauen. Gemeinsam sind Marvelle, Ruth Ann und Ashley jedoch unschlagbar – und vor allem dreifach liebenswert. Das finden nicht nur A.J., Ruth Anns Exmann, sondern auch sein Schwiegersohn in spe, dem Ashley gerade den Laufpass gegeben hat.

„Nach den Sternen greifen“ erzählt die Geschichte von drei Frauen, von drei Generationen. Und genau das ist es auch was diesen Roman irgendwie besonders macht. Es sind nicht nur drei verschiedene Perspektiven auf die derzeitige Lage, es sind unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Gedanken, unterschiedliche Hoffnungen und Ängste die dem Leser vermittelt werden.

Wer sich ein wahnsinnig dramatisches Buch vorstellt oder wer auf eine umwerfende Liebesgeschichte hofft, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Es ist eine im großen und ganzen recht sanfte Geschichte, die allerdings sehr tiefgreifend ist, wie ich finde. Auf den ersten Blick fällt es gar nicht so auf, aber wer sich Zeit nimmt und vor allem den Willen hat hinter die Worte zu blicken und vielleicht auch selbst einmal etwas weiter zu denken als die eigene Nase lang ist, der wird dieses Buch nicht bereuen.

Ich muss gestehen das ich nach den ersten Kapiteln fast soweit gegangen wäre das Buch wegzulegen und es aufzugeben, weil …. ich weiß auch nicht, ich denke weil mir die Spannung, oder das Drama gefehlt hat.  Zum weiterlesen haben mich dann die Charaktere gebracht, die zwar am Anfang des Buches sehr forsch, unfreundlich und auch uninteressant wirken, die aber mehr und mehr an Substanz und an Authentizität gewinnen.

Vor allem in der Mitte und am Ende des Buches habe ich einige Stellen ein paar Mal gelesen. Nicht weil sie kompliziert geschrieben oder sinnlos gewesen während….ganz im Gegenteil, ich habe sie noch einmal gelesen, weil ich die genauen Worte noch einmal im Kopf haben wollte, weil diese Sätze so wahr, so ehrlich und doch so einfach waren, schlichtweg weil sie mich zum nachdenken angeregt haben….über Gott, über die Religion, über den Sinn des Glaubens, den ich in meinen frühen Jugendjahren immer bestritten habe, über die Liebe innerhalb der Familie.

Ich habe vorhin gesagt das es kein Liebesroman ist und im klassischen Sinn ist es auch keiner. Pamela Duncan beschreibt die Liebe zwischen Tochter, Mutter und Großmutter und wie diese Liebe von „nicht wahrgenommen“ plötzlich zu „unzertrennbar“ wird.

Fazit:

Ich habe noch kein Buch dieser Art gelesen. Es ist weder besonders Spannen, noch aufregend oder etwas dergleichen. Es ist ein großartig, aber einfach geschriebenes Buch, das durch seine Thematik jeden ansprechen kann der sich darauf einlässt.

 

Buchinfos:

Autorin: Pamela Duncan

Deutsch von Andrea Brandl

ISBN: 978-3-44442-46815-7

Originalausgabe erschien 2001 unter dem Titel: „Moon Women“

Verlagsgruppe: Random house

 

 

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