Autor: Richard Dübell

Klappentext:

Florenz im 16. Jahrhundert: Lorenzo Ghirardi wird von einem wohlhabenden Kaufmann ausgeschickt, um dessen zukünftige Schwiegertochter Clarice abzuholen. Doch seine Mission gerät zur Katastrophe: Am Treffpunkt findet er nur noch geplünderte Wagen, Tote und Verletzte. Sein Schützling wurde von einer Verbrecherbande geraubt, dem berüchtigten „Wolfspack“. Lorenzo weiß, dass er Clarice nur mit Hilfe einer List befreien kann. So heuert er als Söldner beim Wolfspack an und begibt sich damit in tödliche Gefahr …

Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein habe ich den Inhalt der ersten Kapitel kaum verstanden. Ich musste viele Italienische Wörter öfter lesen oder habe etwas gebraucht um die Bedeutung zu verstehen, desweitern springt der Autor direkt in das Geschehen, was mich in diesem Fall aber sehr verwirrt hat und zum allgemeinen Unverständnis der ersten Kapitel beigetragen hat. Ich habe auch nach ein paar Seiten das Buch erst einmal weg gelegt und eine Woche lang keine Lust gehabt weiter zu lesen.

Als ich dann wieder weitergelesen habe, habe ich langsam in die Geschichte hineingefunden, es hat sich aber alles noch sehr fremd angefühlt, und das über mehrere Kapitel hinweg. Die Charaktere haben immer mehr an tiefe gewonnen, wobei ich es schade fand das manche der Hauptcharaktere kaum beschrieben wurden. Mit „beschrieben“ meine ich die Größe, Haarfarbe, Körperbau und am wichtigsten…..das Alter. Einiges davon hat sich bei manchen im Laufe der Geschichte erschlossen, manches konnte man schätzen oder vage erahnen, sicher war ich mir mit vielen lange aber nicht, manches wurde nie erklärt.

Im Nachhinein habe ich den Anfag des Buches verstanden und auch das Problem das ich Passagen öfter lesen muss war deutlich reduzierter, doch ganz ausgeblieben ist es leider nicht.

Desweiteren hat mich die „Gabe“ von Schwester Magdalen etwas gestört, da es manchmal unrealistisch gewirkt hatte, wie Hokuspokus. an anderen Stellen hingegen fand ich gerade dies durvhaus spannend. Hierbei kam es für mich aber auf die richtige Dosierung von glaubhaft und eher ins spirituell, fantastische gehende an.

Nun aber auch mal etwas positives zum Buch:

Der Autor benutzt schöne und kreative Vergleiche, ebenso detaillierte Beschreibungen von Kriegsnarben, Verletzungen, Kriegsschauplätze etc. Dadurch kann man sich Schauplätze und vor allem aber die Lebenssituation der Menschen besser vorstellen.

Was mich aber wirklich voll und ganz überzeugt hat und was auch mein grund ist,   dieses Buch weiter zu empfehlen ist……das Thema, die Botschaft, die Geschichte. Das klingt ziemlich vage, aber damit meine ich vorallem das Richard Dübell es versteht Information die den Inhalt betreffen über eine lange Zeit hinweg zurück zu halten und stück für Stück immer etwas preiszugeben, aber niemals alles auf einmal. Ausserdem wechselt man während des lesens der Geschichte seine Sicht auf eben diese und alles nur weil hier die Bösen versteckt die Guten sind.

Für mich gab es viele Überraschende Wendungen und auch einige die ich geahnt habe aber mir nicht sicher war. Auch fand ich die Zeit in der die Geschichte spielt, sowie die Kulisse von Florenz und generell Italien interessant gewählt, wobei dies jedoch eher zweitrangig in dem Werk ist.

Fazit: Aufgrund der Geschichte, in der nicht immer die auf den ersten Blick „Bösen“ auch wirklich die Bösen sind und aufgrund der Tatsache, dass eben dadurch verschiedene Perspektiven und Sichtweisen gegeben sind, würde ich das Buch weiter empfehlen. Wie bereits erwähnt gibt es allerdings auch einige negative Punkte. Im Großen und Ganzen hat es Spaß gemacht, bzw. war es interessant das Buch zu lesen und ich bereue es definitiv nicht.

Ab jetzt solltest du nur weiterlesen, wenn du das Buch bereits gelesen hast.

Das Ende….

 

Das Ende trägt einen nicht ganz unwichtige Teil dazu bei ob ein Buch einen guten oder eher schlechten Eindruck hinterlässt.

In diesem Fall bin ich etwas zwiegespalten, da mir einige der Charakter sympathisch waren und mir ein bisschen ans Herz gewachsen sind fand ich es traurig, das die Geschichte kein großes Happy End bereit hielt. Andererseits bin ich auch froh drum wenn nicht jedes Buch mit einem „heile Welt“ und „Frieder, Freude, Eierkuchen“ Ende abschließt.

Außerdem fand ich das Ende sehr kurz gehalten, eben waren sie noch in einer Kampfsituation und im Epilog wurde noch kurz erklärt wie es allen überlebenden ergangen ist und Magdalena und Lorenzo finden sich wieder…hierbei wird nicht gesagt wie viel Zeit seit der Kampfszene vergangen ist. Hinzu kommt, dass man trotzdem nicht weiß wie die beiden ihr Leben weiter leben.

 

 

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